2. Aug 2016

In der Minderheit

Majestätische Löwen, riesige Elefanten und kraftvoll anmutende Nashörner in der Wildnis Tansanias am Fuße des Kilimandscharos. Immer wieder erfreuen und beeindrucken Bilder der stolzen Tiere ihre Betrachter. Doch die Motive, die Leo Burnett für die Zoologische Gesellschaft Frankfurt geschaffen hat, bereiten nur auf den ersten Blick Freude. Denn schnell wird klar: Es sind keine echten Tiere, die in der intakten Schönheit der afrikanischen Steppe leben, sondern nur Statuen, von denen es mittlerweile viel mehr Kopien gibt als lebende Artgenossen.

In der Minderheit

Die Print-Motive von Leo Burnett machen auf die Mission der international agierenden Zoologischen Gesellschaft Frankfurt aufmerksam, die weltweit für Artenschutz und Biodiversität eintritt. Die Anzeigen irritieren und rütteln auf, ohne zu schockieren. In den Anzeigen offenbaren sich erst auf den zweiten Blick die Folgen der Wilderei. Sie unterstreichen die sachliche, informative Arbeit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt.

Beim Entwickeln ihrer Idee machten sich die Kreativen von Leo Burnett eine nüchterne Tatsache zu Eigen: Die Wilderei nimmt weltweit zu und ist das Topthema der Projekte der ZGF. Besonders groß sind die Verluste in den Ökosystemen Selous-Mikumi, Ruaha-Rungwa und Malagarasi-Muyovozi. Diese Gebiete verloren im Jahre 2014 durch die Wilderer mehr als 1.000 Elefanten pro Monat.

Die Anzeigenserie ist das erste Projekt, das die Frankfurter Kreativen von Leo Burnett für die Gesellschaft umsetzen. Zu sehen sein werden die Aufnahmen erstmals im August – und zwar im Mitgliedermagazin GORILLA. Über die Facebook-Seite der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt sollen weitere Unterstützer erreicht werden.